Dummytraining

Dummy

Dummyarbeit ist ein Jagdersatztraining für jagdlich und für nicht-jagdlich geführte (Familien- und Begleit-) Hunde. Das Dummy (engl. = Attrappe) ist ein gefülltes Jute- oder Leinensäckchen, das zum Apportieren anstelle von Wild verwendet wird. Vereinfacht dargestellt simuliert das Dummytraining die Jagd auf Niederwild (also z.B. Fasan, Rebhuhn, Hase), und zwar im Besonderen die Arbeit nach dem Schuss. Die Spezialisten für diese Aufgabe sind Retriever (engl. to retrieve = herbeiholen, bringen, wiederauffinden), trotzdem kann man durch geeignetes Training auch bei anderen Rassen für dieses „Spiel“ Begeisterung auslösen. In den Prüfungen und Wettbewerben des D.R.C. mit Dummies
werden jagdliche Situationen nachempfunden und jagdnahe Aufgaben gestellt. Man unterscheidet 3 Arbeitsbereiche: Markierungen (sichtbar geworfene Dummies), das Einweisen (der Hund wird per Pfeife, Stimme oder Handzeichen zu für ihn nicht sichtbar geworfenen Dummies geschickt) und die Verlorensuche (systematische Suche in einem größeren Suchgebiet). Alle Regeln und Vorstellungen von korrekter Arbeit leiten sich aus der Jagdpraxis ab. Wer mit seinem Hund im Alltag einfach nur Spaß und Beschäftigung möchte, muss sich natürlich nicht an die geforderte Exaktheit und
Ernsthaftigkeit halten.
Was spricht für das Dummytraining? Welche Vorteile hat es?

  • Teamarbeit, gemeinsame Beschäftigung
  • „Kopfarbeit“ und Nasenarbeit für den Hund, Förderung der Konzentration
  • Festigung des Grundgehorsams unter Ablenkung
  • Bewegung
  • Kann auf jedem Spaziergang, im Urlaub etc. ohne lange Vorbereitung ausgeübt werden
  • Es lässt dem Hund ein gewisses Maß an (kontrollierter) Selbstständigkeit
  • Der Schwierigkeitsgrad ist fast beliebig steigerbar, es gibt viele Variationen, so dass keine Langeweile aufkommt

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